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Auf dem Heimweg

Freitag, 7. November 2008

Wieder aus Dubai. Nach einem langen gestrigen Tag war die Nacht sehr kurz und der Flug anstrengend.

Gestern waren wir bei Daimler und Lapp Kabel eingeladen. Daimler lud uns ins ein Forschungszentrum mit dem Hauptaugenmerk auf Brennstoffzellentechnologie ein. Sie erklärten uns sehr ausführlich was ihre Aufgaben sind und wieso Daimler schon so früh, Indien als Standpunkt ausgewählt hatte.

Weiter ging es nach einer Essenspause in der Daimlerkantiene zu Lapp Kabel, die uns ihren indischen Standort zeigten. Wir bekamen eine gute und interresante Führung durch die Fabrikhalle. Wer hätte gedacht, dass für ein einziges Kabel tausende von Schritten notwendig sind?

Nach einem reichhaltigen Abendessen verzogen wir uns in unser Hotel/Baracke und sammelten die Kraft für den Flug von Bangalore nach Dubai, z.B. mit: im Bett liegen, packen, Film schauen. Nach einer holprigen Fahrt, die dafür sorgte, dass wir die indischen Straßen nicht vermissen werden, erreichten wir den Flughafen. Nach mehreren schlauchenden Stunden im Flugzeug freuen wir uns jetzt auf die Boing 777 mit der wir nach Frankfurt tuckern werden.

Planlos in Bangalore!

Mittwoch, 5. November 2008

Wir haben das REC verlassen. Der Abschied war schwer. Dies lag aber weniger am Center mehr an der gottlosen Zeit. 5Uhr morgens mussten wir aufstehen und um 6Uhr ging das Taxi zum Cochin International Airport. Von dort flogen wir mit der besagten Brauerei/Airline nach Bangalore. Es war übrigens eine Propellermaschinen, der Flug war aber überraschend angenehm.

In Bangalore angekommen brachten uns unser Bus, kleiner Gefrierschrank, zur Barracke aka Hotel in der wir übernachten.
Kurz eingelebt fing die Tour durch Bangalore an. Die Tour bestand aus drei Tempeln, zwei Tourishops, zwei Restaurantaufenthalten, sehr lecker, und ca fünf gefühlte Stunden Stau.

Das Essen war so lecker, dass ca 90% aller Indienfahrer nach dem Abendessen überfressen waren und dringenst die Hoteltoilette auf den Prüfstand stellen wollten. Die Restauranttoilette, war nicht an internationale Standards angepasst und hatte nur eine Dusche für das Hinterteil, außerdem wurde ein selbstmitgebrachtes Abwischtuch vorausgesetzt. Spuren von Toilettenpapier wurden vergeblich gesucht, die Polizei fahndet noch.

Den Abend lassen wir jetzt mit dem ein oder anderen Film und Spielchen ausklingen.

In den letzten Beiträgen wird es wahrscheinlich keine Bilder geben da die Leitung zu unberechenbar ist und unsere letzte Wasserstandsmeldung aus Dubai, wird keine Zeit zum Upload lassen. Eventuell wird es morgen Bildermaterial aus den Firmen von Lapp Kabel und Daimler(-Benz) geben.

P.S. Die Därme sind entleert, die Toiletten stinken und das Klopapier geht zur Neige. (Jede weitere Rolle kostet 6 Rupien(10 Cent))

Marari-Beach

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Heute war es soweit. Unserem temporären Umzug ins Marari-Beach-Resort stand nichts mehr im Wege. Nachdem wir gepackt hatten machten wir uns auf den Weg zur Hauptstraße, da unser Bus zu groß war um bis ins etwas abgelegene REC zu kommen. Nach einer typisch Indischen Wartezeit fuhr dann der übergroße Bus los. Unsere Sorge, dass es sich um einen ähnlichen Bus handelt, wie den mit dem die 86 indischen Schüler angereist waren, wurde glücklicherweise nicht bewahrheitet. Der Bus war sehr komfortabel (großer Sitzabstand – Vergleichbar mit Buissnesklasse, Klimaanlage).

Unser Bus

Unser Bus

Nach 3 Stunden Busfahrt, einem Platten und eindrucksvollem Panorama erreichten wir das kaiserliche Marari-Beach-Resort.

Marari Eingang

Marari Eingang

Wir wurden eindrucksvoll empfangen. Es gab frische Kokosnüsse mit Strohalm und einen gelben Punkt auf die Stirn. Nachdem wir die Schlüssel erhalten hatten, inspizierten wir die Hütten (Gepäck wurde gebracht). Nach dem Öffnen der Tür erwartete uns eine gekühletes sehr luxuriöses Zimmer. Eine Besonderheit: Das Bad ist teilweise zum Himmel hin geöffnet und in einer Art Innenhof wachsen Palmen. Zudem ist der Zimmerservice ständig zu erreichen und immer freundlich.

Unsere Huetten

Unsere Huetten

Die Dusche

Die Dusche

Das Neben der Dusche

Das Neben der Dusche

Das Mittagsbuffet war erstmal ein positiver Schock. Die Auswahl an Speisen war riesig. Am Tisch wurde uns ständig Wasser nachgeschenkt und die Stühle zurecht gerückt.

Ein typischer Teller voll Essen

Ein typischer Teller voll Essen

Nach dem Essen wurden uns die ökologischen Besonderheiten wie die Biogasanlage und die Kläranlage (einziges Hotel Indiens das eine besitzt) gezeigt. Weiterhin wurde uns der Schmetterlings-, Gemüse- und Kräutergarten ausführlich erklärt. Wir erhielten einige Kostproben heimischer Pflanzen (essbare Wurzeln, Kokosnüsse, extrem saure Früchte, usw.). Übrigens alles Gemüse und Obst, das im Hotel serviert wird, stammt aus eigenem Anbau. Es folgte Freizeit die wir am super sonnigen Strand verbrachten. Schwimmen im Indischen Ozean, der übrigens sehr warm ist, Ballspielen im Wasser und in der Sonne liegen standen auf dem Programm. Danach wurde der Pool begutachtet, um das Salz loszuwerden und sich etwas Abkühlung vom warmen Meer zu verschaffen.

Der Strand

Der Strand

Bevor wir am Abend ins hoteleigene Restaurant gingen, sahen wir einen indischen Tänzer, der uns einen Teil der indischen Kultur eindrucksvoll näherbrachte.

Der Taenzer

Der Taenzer

Das Abendessen war wieder sehr lecker und luxoriös. Am Abend spazierten wir am Strand und sahen Unmengen an Krabben, die wir einige Zeit beobachteten und fotographierten. Nach einem Tag voller neuer Eindrücke ist es jetzt Zeit schlafen zu gehen.

Desweiteren noch vielen Dank für die zahlreichen Comments und eMails. Es macht immer wieder Spaß sie zu lesen und Einblicke in das Privatleben der Anderen zu bekommen. Soweit geht es uns allen gut und das Schicksal der Teilnehmer der letzen Jahre bleibt uns hoffentlich erspart. Keiner hier hat Lust die Nacht mit dem Umarmen der Toiletten zu verbringen.

Müde Grüße aus dem sommerlich heißen Indien.